NEWS
Private Krankenversicherung/Berufsunfähigkeit
- Wie finde ich den für mich richtigen Versicherer und Versicherungsschutz?
12.05.2011 | Video-Interview mit Claus-Dieter Gorr und Petra Schiedeck,
Geschäftsführer PremiumCircle Deutschland GmbH
Die Absicherung im Krankheits-, Pflege- oder Berufsunfähigkeitsfall ist für jeden Bürger elementar. Doch wo finden Verbraucher die für sie richtige Versicherung für PKV, Pflege oder BU? An wen sollten sich Interessenten wenden? Woran erkennt man den richtigen Anbieter, Berater und welcher Versicherungsschutz ist individuell am besten geeignet? Ist die Private Krankenversicherung in jedem Fall besser als die Gesetzliche Krankenversicherung?
Diese und weitere interessante Fragen beantworten die unabhängigen Versicherungsexperten Claus-Dieter Gorr und Petra Schiedeck, Geschäftsführer der PremiumCircle Deutschland GmbH aus Frankfurt, im Video-Interview vom Mai 2011.
Mehr unter www.premiumcircle.de
Verantwortlich für den Inhalt:
PremiumCircle Deutschland GmbH, Goethestraße 34, D-60313 Frankfurt am Main
Tel.: 069 920095-50, Fax: 069 920095-60
www.premiumcircle.de
Jeder Dritte wünscht Mietkautionsversicherung
Aktuelle Allensbach-Umfrage zur Mietkaution
Umzüge gehören zu einer mobilen Gesellschaft. Laut einer von der Deutschen Kautionskasse in Auftrag gegebenen Allensbach-Umfrage, wird jeder Vierte in den nächsten ein bis fünf Jahren umziehen. Und bei jedem Wohnungswechsel wird wieder eine neue Kaution beim neuen Vermieter fällig. Die der alten Wohnung ist aber oft noch gar nicht ausbezahlt. Da ist es nicht verwunderlich, dass jeder Dritte die Mietkautionsversicherung einer Barkaution vorziehen würde." Die Allensbach-Ergebnisse zeigen, wie groß der Bedarf für eine Alternative zur Barkaution ist", sagt Ulrich T. Grabowski, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kautionskasse. "Umzüge sind per se schon eine teure Angelegenheit. Dann noch eine Kaution mithilfe des Dispo-Kredits zu finanzieren, sprengt so manches Budget."
Von denjenigen, die über einen Umzug in den nächsten Jahren bereits konkret nachdenken sind sogar 40 Prozent stark an der Möglichkeit eine Mietkautionsversicherung zu nutzen, interessiert. Am größten ist das Interesse bei den 16 Prozent, die bereits von dieser Lösung gehört haben: Hier würde jeder Zweite auf diese Weise den Finanzengpass überwinden.
Bei Finanzbedarf Kaution umwandeln
Ebenfalls 32 Prozent der Befragten haben Interesse, eine bereits für das bestehende Mietverhältnis geleistete Kaution in eine Mietkautionsversicherung umzuwandeln und sich auf diese Weise Liquidität verschaffen.
Die Mietkautionsversicherung der Deutschen Kautionskasse Moneyfix® bietet dem Mieter viele Vorteile. Er spart sich zusätzliche finanzielle Belastungen beim Umzug und behält sein Kautionsgeld zur freien Verfügung. Anders als bei einer Kautionsstellung durch die Bank muss der Mieter weder einer Kontoverpfändung zustimmen, noch andere Sicherheiten stellen. Die Mietkautionsversicherung hat zudem keine Mindestlaufzeit. Sie kann jederzeit zurückgegeben werden. Zuviel gezahlte Beiträge werden entsprechend erstattet. Neben Neuverträgen ist die Mietkautionsversicherung auch für bereits bestehende Vertragsverhältnisse interessant. Der Mieter kann eine bereits gezahlte Mietkaution auf diesem Weg in Bargeld umwandeln, vorausgesetzt, der Vermieter stimmt dem zu.
Wie funktioniert die Mietkaution?
Die Mietkaution Moneyfix® genießt bei Vermietern eine hohe Akzeptanz. Sie ist ein auf dem Deutschen Markt einzigartiges Produkt der Deutschen Kautionskasse, die mit dem renommierten Versicherer Chartis kooperiert. Für Moneyfix® kann der Mieter innerhalb weniger Minuten seinen Antrag im Internet stellen oder sich das Antragsformular ausdrucken und per Fax verschicken. Nach einer umgehenden Bonitätsprüfung erhält der Mieter im Normalfall nach wenigen Minuten eine Sofortzusage und erhält nach 24 Stunden eine Bürgschaftsurkunde. Für diese Dienstleistung zahlt er eine Prämie von 5 Prozent der Kautionssumme pro Jahr sowie eine Kontoführungsgebühr von 10 Euro. Einmalig fällt zusätzlich eine Servicegebühr von 50 Euro an. Tritt ein Schadensfall ein, bekommt der Vermieter die Kaution je nach Schadenshöhe bis zum vollen Umfang von der Deutschen Kautionskasse ausgezahlt. Der Mieter ist dann verpflichtet, die entsprechende Summe der deutschen Kautionskasse zurückzuzahlen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 900 400 7 oder im Internet unter www.kautionskasse.de
Autofahrer verschenken Milliarden Euro
Aspect Online: 350 Euro verlangt der preiswerteste Anbieter im Durchschnitt
Deutschlands Autofahrer können mehr als sieben Milliarden Euro sparen, wenn sie die Beiträge ihrer Kfz-Versicherung vergleichen und zum jeweils günstigsten Anbieter wechseln. Das geht aus einer Auswertung des Vergleichsportals Aspect Online hervor, für die Datenmaterial aus der Kfz-Versicherungsdatenbank CARINDA verwendet wurde.
Die Angaben beruhen auf den Versicherungsvergleichen, welche die Internetnutzer vom 6. bis zum 17. Oktober bei Aspect Online durchführten. 350 Euro verlangt der preiswerteste Anbieter im Durchschnitt. Die jeweils teuerste Kfz-Versicherung kostet 874 Euro und die durchschnittliche Marktprämie liegt bei 540 Euro. Zwischen Mittelwert und Spitzenreiter eröffnet sich ein Einsparpotenzial von über 35 Prozent. Das gesamte Prämienvolumen aller privaten Pkw-Halter in der Kfz-Versicherung liegt derzeit bei 20,1 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein Sparpotenzial von 7,1 Milliarden Euro.
"Nach Jahren des Preiskampfes beobachten wir in diesem Jahr, dass die Prämien anziehen", sagt Wolfgang Schütz, Vorstand bei Aspect Online. "Umso wichtiger wird der Beitragsvergleich." Unter www.aspect-online.de/kfz können über 180 Tarife kostenlos und anonym ausgewertet werden.
Weitere Informationen zum CARINDA Index:
Zur Auswertung entwickelte Aspect Online eine neuartige Datenbank, die Car Insurance Database (CARINDA), die erstmals die exakte Analyse der aktuellen Preisentwicklungen am Kfz-Versicherungsmarkt ermöglicht. CARINDA berücksichtigt damit als einziger Index in Deutschland neben den vorhandenen Versicherungstarifen auch die tatsächlich kundenrelevanten Tarife.
50.000 Euro sparen - aber kaum einer weiß es
Allianz-Umfrage zu Wohn-Riester
Für die Finanzierung der eigenen vier Wände gibt es Geld vom Staat. Das weiß beinahe jeder, der sich schon einmal mit dem Projekt Eigenheim beschäftigt hat. Auch die Fördermittel sind generell bekannt. Aber kaum einer weiß, wie viel Geld sich mit staatlicher Hilfe sparen lässt, weil Informationen fehlen und bei der Baufinanzierung heute viel mehr Punkte zu klären sind als früher. Das hat eine bundesweite Umfrage ergeben, die das Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag der Allianz durchgeführt hat. Befragt wurden insgesamt 1.001 Immobilienbesitzer sowie Immobilienplaner – Menschen also, die innerhalb der nächsten Jahre in die eigenen vier Wände ziehen möchten.
Die Ergebnisse in Zahlen: 94 Prozent der Immobilienbesitzer und 83 Prozent der Immobilienplaner geben an, mögliche Förderprogramme zu kennen. Die Riester-Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum, bekannt als Wohn-Riester, wird von der Mehrheit der Befragten als wichtige staatliche Förderung gesehen (Planer: 70 Prozent, Besitzer: 55 Prozent). Mehr als die Hälfte der Immobilienplaner (54 Prozent) und knapp die Hälfte der Immobilienbesitzer (45 Prozent) würde die Wohn-Riester-Förderung nutzen, wenn sie heute eine Immobilie zu finanzieren hätte. Dennoch wissen die wenigsten, wie viel Bares sich damit insgesamt sparen lässt – dabei sind Wohn-Riester-Produkte bereits seit rund zwei Jahren auf dem Markt. Die Mehrzahl unterschätzt das Sparpotenzial deutlich. Auf die Frage, wie viel Geld eine Familie mit zwei Kindern und durchschnittlichem Einkommen insgesamt durch staatliche Zulagen, Zinsersparnis und Steuervorteile einsparen kann, kennt nur rund jeder Zehnte die richtige Antwort: "bis zu 50.000 Euro". Eine kleine Minderheit (4 Prozent der Besitzer, 3 Prozent der Planer) hat "noch nie etwas davon gehört", welche finanziellen Vorteile die Wohn-Riester-Förderung für Baufinanzierer einbringen kann.
Wissenslücken hindern viele daran, die Wohn-Riester-Förderung zu nutzen
Fehlende Informationen halten insbesondere Immobilienplaner im Alter zwischen 25 und 45 Jahren davon ab, die Wohn-Riester-Förderung zu beantragen. "Ich muss mich erst beraten lassen", antworten rund 30 Prozent derer, die zögern, die staatlichen Zulagen zu nutzen. Dabei würde jeder Dritte, der plant, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, die Förderung nicht nutzen, weil er glaubt, sie käme für ihn nicht in Frage. Von den jüngeren Immobilienplanern meinen das 25 Prozent, bei den über 45-Jährigen teilt gar die Hälfte der Planer diese Einschätzung. "Ich bin zu alt dafür", denken 28 Prozent der Immobilienbesitzer, bei den Immobilienplanern sehen das sogar 34 Prozent so.
Dabei profitieren junge Familien am meisten von der staatlichen Förderung für die Eigenheimfinanzierung. "Fast 90 Prozent der Kunden, die sich für einen Wohn-Riester-Vertrag bei der Allianz entscheiden, sind zwischen 25 und 45 Jahre alt", sagt Dr. Peter Haueisen, Leiter des Fachbereichs Baufinanzierung bei der Allianz Lebensversicherungs-AG. "Leider kursieren zu Wohn-Riester oft aufgrund von Wissenslücken viele Fehleinschätzungen. Diese Missverständnisse kann ein Finanzierungsexperte im Beratungsgespräch ausräumen und individuelle Möglichkeiten aufzeigen, wie man mit Hilfe von Fördermitteln konkret Geld sparen kann."
Überhaupt finden knapp 80 Prozent der Befragten, dass bei der Finanzierung einer Immobilie heutzutage viel mehr Punkte zu klären seien als früher. Wachsenden Beratungsbedarf erkennen vor allem die Immobilienplaner: Rund drei Viertel der Befragten finden die individuelle Beratung durch einen Finanzierungsexperten "wichtig" oder sogar "sehr wichtig". Heute sagen 73 Prozent derjenigen, die in den nächsten Jahren den Kauf eines Eigenheims planen, dass sie den Rat eines Finanzierungsexperten einholen wollen. Bei den Immobilienbesitzern haben in den letzten 20 Jahren lediglich 55 Prozent einen Berater bei der Immobilienfinanzierung hinzugezogen. Besonderen Wert auf eine individuelle Beratung legen drei von vier Frauen und ebenso viele Befragte im Alter zwischen 25 und 45 Jahren. Die Mehrheit der Befragten nennt den Finanzierungsberater als Hauptanlaufstelle und zusätzliche Informationsquelle beim Immobilienkauf (77 Prozent der Planer, 68 Prozent der Besitzer).
Baufinanzierung ist für die meisten Menschen mehr als ein Kredit
Die Finanzierung eines Eigenheims ist für die meisten Menschen die wichtigste und größte finanzielle Entscheidung ihres Lebens. Oft geht es daher um mehr als die reine Finanzierung: Die Mehrheit der Befragten wünscht sich, dass eine Finanzierungsberatung auch die Absicherung der Immobilienfinanzierung und der Familie, zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit, Unfall oder Tod des Hauptverdieners, einschließt. Konkret: 88 Prozent halten diesen Schutz für "wichtig" oder sogar "sehr wichtig".
"Es gibt keinen generellen Königsweg – jede Finanzierung ist einzigartig", sagt Dr. Peter Haueisen: "Wer die individuell beste Lösung für sein Darlehen finden will, hat weit mehr zu berücksichtigen als nur die Zinskonditionen. Mindestens ebenso wichtig sind die persönliche Lebenssituation, regelmäßige Einkünfte, staatliche Fördermittel, steuerliche Aspekte - und nicht zuletzt der private Vorsorgebedarf fürs Alter."
Vertrauen und der gute Ruf des Anbieters spielen eine wichtige Rolle
Baufinanzierung ist größtenteils Vertrauenssache, so die Ergebnisse der Studie: Bei der Auswahl des Kreditgebers zählt für 90 Prozent der Verbraucher der gute Ruf des Unternehmens. Das Vertrauen zum Finanzierungsexperten spielt für 86 Prozent der Befragten eine ähnlich große Rolle.
"Wer sich bei der Finanzierung von einem erfahrenen Experten beraten lässt und sich für ein Unternehmen entscheidet, das alle Bausteine der finanziellen und familiären Absicherung sowie staatliche Förderprogramme anbietet, der hat die besten Aussichten auf ein maßgeschneidertes Konzept", sagt Finanzierungsexperte Peter Haueisen. "Insbesondere Anbieter wie die Allianz mit langjähriger Erfahrung in der privaten Altersvorsorge, beispielsweise bei Riester-Renten und Riester-Darlehen, können diese Vorteile an ihre Kunden weitergeben – das rechnet sich in jedem Fall."
Aktuelle Geschäftszahlen belegen das: Die Allianz Lebensversicherungs-AG konnte den Anteil von neuen Wohn-Riester-Verträgen bereits in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres 2010 gegenüber dem kompletten Vorjahr nahezu verdoppeln (2009: 5 Prozent, 2010: 9 Prozent). Allein im August 2010 war mehr als jede zehnte neu abgeschlossene Baufinanzierung ein Wohn-Riester-Vertrag.
Weitere Informationen finden Sie hier!
Check bestehender Lebensversicherungen
Neuer Service für verunsicherte Verbraucher
Die cash.life AG startet ein neues Angebot für Direktkunden und Vermittler: die cash.life Policenbewertung. Die unabhängigen Experten überprüfen die Rendite der laufenden Lebensversicherung sowie Kennzahlen, die Aussagen über die Qualität eines Versicherungsunternehmens zulassen. Der Kunde erhält so eine objektive Einschätzung seiner Police und seines Versicherers, der Vermittler einen Service zur Kundengewinnung und -bindung.
Unter deutschen Verbrauchern herrscht aktuell große Verunsicherung bezüglich der Renditestabilität von kapitalbildenden Lebensversicherungen. Kritische Stimmen sehen gar das gesamte Geschäftsmodell bedroht. "Die Anleihezinsen befinden sich in einem Rekordtief und sowohl Ratingagenturen als auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zweifeln daran, dass alle Versicherer in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase ihre Renditeversprechen halten können", fasst Ingo Weber, Finanzvorstand der cash.life AG, die Gemütslage zusammen. Trotzdem legen viele Deutsche ihr hart verdientes Geld einmalig oder ratierlich in einer kapitalbildenden Lebensversicherung an – und verlassen sich dann meist über einen langen Zeitraum auf die getroffene Entscheidung. "Diese Denkweise möchten wir aufbrechen und den Verbrauchern die Sicherheit zurückgeben", erklärt Weber. "Bei Laufzeiten von bis zu 30 Jahren ist es ratsam, seine Vorsorgesituation in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und gegebenenfalls den veränderten Lebens- und Marktbedingungen anzupassen", rät Weber. "Die wenigsten Verbraucher kontrollieren zum Beispiel während der Laufzeit die Verzinsung des Vertrages oder eine mögliche Veränderung der finanziellen Stärke des Versicherers."
Unabhängig und transparent
Mit der cash.life Policenbewertung können Direktkunden und Vermittler jetzt laufende Lebensversicherungen überprüfen lassen. Die Bewertung erfolgt unabhängig und transparent. Das Angebot umfasst neben der Berechnung der aktuellen Rendite der Police auch umfangreiche Informationen zur Versicherungsgesellschaft. Die Experten der cash.life AG beurteilen die Solvabilität des Versicherers, die laufende Verzinsung, die Verwaltungskostenquote sowie die Stornoquote und geben am Ende eine Gesamteinschätzung nach dem Schulnotenprinzip. Weber: "Durch unsere Bewertung erhält der Versicherte ein sichereres Gefühl und die perfekte Entscheidungshilfe, falls er Änderungen vornehmen möchte." Der Vermittler wiederum erhält hierdurch ein Instrument zur Verbesserung seiner Beratungsqualität gegenüber neuen und bestehenden Kunden.
"Dank des neuen Service kann der Vermittler sich von Wettbewerbern klar absetzen", erklärt Weber. "Unsere Bewertungsergebnisse helfen ihm zu entscheiden, ob er seinem Kunden zur Anpassung der Police raten sollte. Mit Verweis auf unser unabhängiges Urteil ist er dabei absolut glaubhaft." Die Bewertung erfolgt über das Online-Portal von cash.life. Nach der Berechnung erläutert ein Experte die Ergebnisse in einem persönlichen Gespräch. Die Bewertung ist gegen eine geringe Gebühr erhältlich.
Mehr Geld aus gekündigter Lebensversicherung
BdV: Vor Silvester dem Versicherer schreiben
Verbraucher, die ihre Lebens- oder Rentenversicherung in den Jahren 2005, 2006 oder 2007 gekündigt haben, können möglicherweise bei ihrem früheren Versicherer noch einmal die Hand aufhalten. "Wer den Mindestrückkaufswert nach der Kündigung nicht rausbekommen hat", erläutert Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV), "kann den noch bis Jahresende beanspruchen."
Der Mindestrückkaufswert liegt knapp bei der Hälfte der eingezahlten Beiträge. Ansprüche aus den Verträgen der genannten Kündigungsjahrgänge können nur noch bis Ende 2010 gestellt werden, sonst verfallen sie. Das hat sich aus einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (Az. IV ZR 208/09) und dem geänderten gesetzlichen Verjährungsrecht so ergeben. In Zukunft beginnt die dreijährige Verjährungsfrist am Ende des Jahres, in dem der Vertrag abgewickelt worden ist.
Damit Verbraucher möglichst einfach ihr Recht wahrnehmen können, hat der BdV für diesen Zweck einen speziellen Musterbrief entworfen. Er kann von der Internetseite unter www.bundderversicherten.de heruntergeladen werden (Versicherungs-Info/Leben/Mindestrückkaufswert Kapitallebensversicherungen anklicken).
Viele Versicherer haben bei der Vertragsbeendigung korrekt abgerechnet, so dass sich Verbraucher gut überlegen sollten, zu klagen, falls sich die Assekuranz querstellt. Lilo Blunck: "Da stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand im Vergleich zum Ergebnis lohnt."
Schon bei Trennung Policen prüfen
BdV: Keine Scheidung ohne Bürokratie
Dass eine Scheidung viel Geld kostet, liegt nicht nur an den Gerichts- und Anwaltskosten. Was die wenigsten Paare vermuten: Auch die Versicherer kassieren mit. Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV): "Jetzt haben sogar Richter den Gesellschaften zugestanden, bis zu 500 Euro kassieren zu dürfen, wenn sie zum Beispiel eine private Rentenversicherung auf die Partner aufteilen sollen."
Als Faustformel gab das Oberlandesgericht Stuttgart vor, dass Lebensversicherer mindestens 100 Euro, maximal aber 500 Euro an Teilungskosten berücksichtigen dürfen (Az. 15 UF 120/10). Allerdings hat das Gericht Rechtsbeschwerde gegen diesen Beschluss zugelassen.
Der BdV hat eine Reihe von wichtigen Punkten zusammengestellt, die die Paare schon während der Trennungsphase beachten sollten:
+ Häufig übersehen wird die Änderung des Bezugsrechts bei Lebensversicherungen.
+ Bei der Privathaftpflichtversicherung ist der Ehepartner des Versicherungsnehmers in der Trennungszeit mitversichert. Das ändert sich mit der Scheidung. Lilo Blunck: "Trotzdem sollte schon im Trennungsjahr jeder für einen eigenen Vertrag sorgen. Denn der Versicherungsschutz könnte in Gefahr geraten, wenn der Versicherungsnehmer die Prämie nicht zahlt oder gleich einen neuen Partner mitversichert." Unabhängig davon bleiben die Kinder über die Eltern versichert.
+ Die Hausratversicherung bleibt prinzipiell beim Versicherungsnehmer. Ist er der ausziehende Partner, nimmt er die mit. Interessant: Diese Police gilt trotz Auszugs sogar für beide Wohnungen noch bis zu drei Monate nach der nächsten Prämienfälligkeit. Möglicherweise muss aber die Versicherungssumme an die neuen Verhältnisse angepasst werden. Der im bisherigen Domizil bleibende Partner muss spätestens nach den drei Monaten bei Bedarf einen eigenen Vertrag abschließen.
+ In der Kfz-Versicherung ändert sich nichts, es sei denn der Beitrag ändert sich nach Umzug durch eine andere Regionalklasse. Wenn der ehemalige Partner nach der Trennung erstmals ein eigenes Fahrzeug versichern möchte, steigt er schlimmstenfalls mit einem Beitragssatz von rund 240 Prozent ein.
+ Privat Krankenversicherte sollten bestehende Verträge, über die sie beide versichert sind, umgehend aufteilen lassen. Dadurch werden sie jeweils eigenständige Versicherungsnehmer und müssen nicht etwa über den Partner abrechnen.
+ Dringender Handlungsbedarf besteht für in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei mitversicherten und nicht berufstätigen Ehepartner. Die müssen sich binnen drei Monaten nach der Scheidung um eine eigene Mitgliedschaft kümmern. Die Kinder bleiben unverändert mitversichert.
Riester-Sparer verschenkten knapp 1 Milliarde Euro
660 Millionen Euro Zulagen wurden 2007 erst gar nicht beantragt
Die Zulagenförderung ist neben dem Steuerstundungseffekt der zentrale Baustein der Riester-Rente und wird von der Mehrheit der Riester-Sparer genutzt. Allerdings könnten 56 Prozent aller Sparer noch deutlich mehr Geld vom Staat bekommen. Allein im Beitragsjahr 2007 verschenkten die Riester-Sparer rund 977 Millionen Euro an Zulagen. Das entspricht einem Anteil von rund 40 Prozent an den maximal erhältlichen Zulagen.
Dies ist ein Ergebnis des diesjährigen "Vorsorgeatlas Deutschland", der vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag von Union Investment erstellt wurde. In der Studie wird sowohl die Zulagenbeantragung als auch die Zulagenausschöpfung der Riester-Sparer untersucht. "Die Inanspruchnahme der maximalen Zulage setzt zweierlei voraus: zum einen die Beantragung, zum anderen die Einzahlung des notwendigen Mindesteigenbeitrages. Wird letzterer nicht erbracht, so erfolgt eine anteilige Kürzung der Zulagen", erklärte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, auf einer Pressekonferenz in Frankfurt.
660 Millionen Euro Zulagen wurden erst gar nicht beantragt
Der größte Teil der entgangenen Förderung ist darauf zurückzuführen, dass Riester-Sparer den erforderlichen Zulagenantrag erst gar nicht stellten. Für das Jahr 2007 betraf dies im Bundesdurchschnitt rund ein Viertel der Sparer, also knapp drei Millionen Menschen. Dadurch verzichteten sie auf Grund- und Kinderzulagen in Höhe von 664 Millionen Euro. Weitere 313 Millionen Euro an Zulagen wurden aufgrund der mangelnden Ausschöpfung nicht abgerufen. Im Bundesdurchschnitt wurden etwa 40 Prozent der beantragten Zulagen nur in gekürzter Form gewährt, da die Sparer nicht den erforderlichen Mindesteigenbeitrag einzahlten. Dieser lag für das Jahr 2007 bei drei Prozent des sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres, maximal 1.575 Euro. Im Schnitt erhielten die von der Kürzung betroffenen Riester-Sparer mit 56 Prozent gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der maximal möglichen Förderung.
In der regionalen Betrachtung zeigt sich ein grundsätzliches West-Ost- und Süd-Nord-Gefälle. Vor allem in den östlichen Bundesländern finden sich Riester-Sparer sowohl mit den geringsten Beantragungsquoten als auch mit den geringsten Ausschöpfungsquoten wieder. Unerwartete Ergebnisse liefert der Vorsorgeatlas Deutschland bei der Analyse der Einkommenssituation. Abweichend von der Vermutung, dass insbesondere Geringverdiener nicht genügend Eigenbeiträge aufbringen könnten, zeigt die Studie einen entgegengesetzten Zusammenhang zwischen der Höhe des Einkommens und der Höhe der Fördersätze auf. Tendenziell sinkt die Ausschöpfungsquote mit zunehmendem Einkommen. Das bedeutet: Riester-Sparer mit geringem Einkommen schöpften die Zulagen stärker aus als Menschen mit hohen Einkommen.
Nur ein Check für maximale Förderung nötig
"Die Riester-Rente ist eine Erfolgsgeschichte und für viele Menschen eine geeignete Form der privaten Zusatzversorgung. Offensichtlich sind aber noch nicht alle Sparer in ausreichendem Maße über die Wirkungsweise der Förderung informiert", fasste Prof. Raffelhüschen zusammen. Aus Sicht von Reinke sind dabei auch die Finanzdienstleister gefordert: "Es muss uns gelingen, die Situation durch mehr Aufklärung zu verbessern." Daher führe Union Investment seit Jahren umfangreiche Aufklärungsmaßnahmen durch. Allerdings fordert Reinke von den Anlegern, selbst aktiv zu werden. Denn einen Riester-Vertrag abzuschließen, ohne die Zulagen zu beantragen, sei wie Autofahren mit angezogener Handbremse. "Der Gesetzgeber könnte die Riester-Sparer unterstützen, indem er ihnen genau mitteilt, wie viel Euro für den Erhalt der vollen Zulage fehlten. Darüber hinaus sollten die Sparer die Chance bekommen, die fehlende Summe für das vergangene Beitragsjahr innerhalb einer festen Frist nachzuzahlen, um nachträglich die volle Förderung zu erhalten", so der Vorstandsvorsitzende von Union Investment.












